Kinesiotape – Das heilende Klebeband Donnerstag, 28. September 2017

Kinesiotape | apomio Gesundheitsblog © sportpoint – Fotolia.com

Mit Kinesiotape lassen sich Verletzungen auskurieren, Muskeln lockern und Entzündungen hemmen. Aus diesem Grund gehören wohl bunte Streifen auf der nackten Haut zu Spitzensportlern dazu. Für wen ist Kinesiotape geeignet? Wie wirkt es? Und warum wird es von manchen immer noch belächelt? Im folgenden Beitrag erfahren Sie mehr über das heilende Klebeband.

Kinesiotape – Was ist das?

Das Kinesiotape ist vor 30 Jahren von einem japanischen Chiropraktiker entwickelt worden mit der Eigenschaft hochelastisch, atmungsaktiv und hautfreundlich zu sein und schmerzhafte Erkrankungen des Bewegungsapparates, insbesondere Muskeln und Sehnen zu behandeln. Das Tape gleicht einer zweiten Haut, die sich dehnt und wieder zusammen zieht ohne dabei die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Gleichzeitig wirkt es schmerzlindernd und stoffwechselanregend. Die Wirksamkeit ist wissenschaftlich nicht bestätigt, weswegen viele das Kleben von Kinesiotapes als reines „Hokuspokus“ bezeichnen und dieses kritisch in Frage stellen – durch reichlich praktische Erfahrung kann man dem aus der japanischen Heilkunde abstammenden Kinesiotape aber durchaus eine Wirksamkeit zuschreiben. Viele medizinische Betreuer und Abteilungen von Leistungssportler sind von der heilenden Kraft überzeugt. Im Vergleich zu Pflastern, welche man starr und stabilsierend auf ein verletztes Gelenk klebt, was dazu führt, dass die nicht beanspruchten Muskeln aufgrund der Entlastung zurückgebildet werden und später wieder aufgebaut werden müssen, trägt das Kinesiotape dank seiner bestehenden Elastizität zum Heilungsprozess bei: Ein entzündetes Gewebe, beispielsweise aufgrund einer Prellung, schwillt an und schmerzt – das Kinesiotape massiert bei jeder Bewegung sanft die Haut und regt den Lymph- und Blutfluss dadurch an. Entzündungen klingen dadurch schneller ab und der Schmerz lässt schon kurze Zeit nach dem Tapen nach.

Die vielseitige Einsetzbarkeit des Kinesiotapes

Einer Vielzahl von Beschwerden kann das Kinesiotape im Sport entgegen wirken. Diese sind unter anderem:

  • das Kniegelenk
  • den Tennisarm oder Golfarm
  • verpannter Rücken
  • Sprunggelenk
  • Schultergelenk
  • Nackenverspannungen
  • Sehnenscheidenentzündung
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Schmerzen am Ischias
  • Hexenschuss
  • Muskelfaserriss

Der Vorteil des Kinesiotapes ist, dass Schonhaltungen bzw. Fehlhaltungen vermieden werden, weil der Schmerz oft schnell nachlässt und dadurch Folgeprobleme wie Verspannungen nicht entstehen können. Auch als prophylaktische Maßnahme ist das Kleben des Kinesiotapes besonders gut geeignet: Mit einem gezielten Wadentaping kann man zum Beispiel die Krampfneigung herabsetzen, wenn man auf einen Marathon hintrainiert und den Bewegungsapparat in der Vorbereitungsphase sehr in Anspruch nimmt.

Tapen vom Experten oder Selbstbehandlung?

Im Hinblick darauf, ob man lieber zum Arzt gehen sollte und sich professionell tapen lassen sollte oder ob eine Selbstbehandlung zu empfehlen ist, spalten sich die Meinungen: Die Einen befürworten eine Selbstbehandlung, die Anderen raten davon ab und präferieren das Tapen von einem Profi, der das Taping in ein medizinisches Gesamtkonzept einbinden kann. Physio- oder Ergotherapeuten sowie Masseure, Heilpraktiker und Ärzte sind vertraut damit, das Kinesiotape richtig zu platzieren, damit es seine Wirkung erweist. Auch wenn es Fortbildungen zum Selbsttapen gibt und man sich Ratschläge und Tipps von den oben genannten Berufsgruppen einholen kann, ist zu erwähnen, dass anfängliches Tapen in erfahrene Hände gehört und man manchmal ohnehin nicht ohne Hilfe auskommen kann: Wenn man sich zum Beispiel die Wade tapen möchte, müssen Haut und Muskulatur beim Anbringen des Tapes eine bestimmte Drehung haben, die allein deswegen nicht gegeben ist, weil man sich dabei verrenken muss, wenn man es sich das Kinesiotape selbst kleben möchte. Optimale Effekte können nur dann erzielt werden, wenn Anatomie des Körpers sowie die funktionellen Zusammenhänge gekannt werden. Auch bei der Farbwahl sind unterschiedliche Ansichten vertreten: Während Einige der Farbwahl unterschiedliche Wirkungsweisen zuordnen – so habe zum Beispiel die Farbe rosa bis rot eine anregende Wirkung – halten Andere die Farbe für die Wirkung für nicht relevant.

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Fazit:

Den Schmerz wegkleben – eine schöne Vorstellung. Aber nur durch die richtige Klebetechnik, die der Japaner Kenzo Kase erfand, kann die Wirkung, nämlich die Haut durch wellenförmige Ausbuchtungen im Klebeband anheben und das Bindegewebe stimulieren, beruhigen oder stützen, erzielt werden. Andernfalls bleibt das Kinesiotape nur ein bunter Anblick auf der Haut ohne nennenswerte Heilkraft.

Autor: J. Ehresmann

Judith Ehresmann ist als gelernte Operationstechnische und Chirurgischtechnische Assistentin in einem Krankenhaus beschäftigt. Das Schreiben hat sich immer mehr als Gegengewicht zu ihrem Vollzeitberuf im Gesundheitswesen entwickelt. Vor allem auch als Ausdruck ihres medizinischen Interesses, mit dem Wunsch, dieses auf ihre Mitmenschen zu übertragen. Frau Ehresmann schreibt unter anderem für den Thieme Verlag und ist seit November 2014 auch als Autorin für apomio.de tätig.

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